Hochbetrieb rund um den Eurowings Airbus A330auf dem Kölner Flughafen: In einer Stunde startetFlug EW 170 ins sonnige Cancun in Mexiko. Während am Gate die rund 300 Passagiere auf das Boarding warten, wird draußen alles vorbereitet. Gerade hat der Tankwagen 75 Tonnen Treibstoff abgeliefert, kurz darauf docken zwei Hubwagen im Auftrag des LSG-Tochterunternehmens Retail in Motion vorn und hinten mit der kompletten Verpflegung, dem Catering, für den Zwölfstundenflug an der Maschine an.

42 Trolleys werden in der A330 verstaut. Hinzu kommen noch 40 Boxen und 14 Ofenracks. Darin enthalten: die Essenportionen, ein reichhaltiger Getränkevorrat und kleine Snacks – Knabbergebäck, Schokoladenriegel und vieles mehr. Auch die Waren für den Bordverkauf, Servietten und – nicht zu vergessen – die Verpflegung für die Crew gehören dazu. Alles in allem ein Sortiment, das zu einem netten, kleinen Bistro passen würde. Den größten Raum nehmen die Mahlzeiten ein, die während der fast 9.000 Kilometer langen Reise über den Atlantik für leibliche Wohl der Passagiere sorgen werden.

Das Essen wurde frisch zubereitet in der Großküche der renommierten Lufthansa-Tochter LSG SkyFood im rheinland-pfälzischen Alzey, dort schockgefrostet und – ebenso wie die Lieferungen an andere Stationen – per Tiefkühl-Lastwagen zum Bestimmungsort gebracht.

Eurowings bietet seinen Passagieren neben Snacks auch Menüs, die Philipp Haversath, bei Eurowings Teamleiter Product & Catering, zusammenstellt.

„Pulled Beef ist der große Trend“, verrät Philipp Haversath, bei Eurowings Teamleiter Product & Catering. Aktuell steht das geschmorte Rindfleisch mit Kartoffelpüree und weißen Bohnen in Barbecuesauce auf der Karte. Aber auch, wer lieber Fisch statt Fleisch möchte, kommt auf seine Kosten. Zur Zeit gibt’s Kabeljaufilet auf Jasminreis und gemischtem Gemüse mit roter Curry-Kokossauce. Als vegetarisches Gericht werden Ravioli mit Gemüse-Ricotta-Füllung mit Blattspinat und Kartoffeln in einer Weißwein-Käsesauce angeboten. Tofu mit Tomatensauce, Omelett mit Cheddarcreme und Gemüse-Masala runden die Auswahl an warmen Speisen ab. Die Menükarte wechselt alle drei Monate. Dafür treffen sich Philipp Haversath und seine Kollegen mit José Lirio Silva und seinen Kollegen von Retail in Motion, um die beste Zusammenstellung auszutüfteln. Bevor die Entscheidungen fallen, ist für das Team erst einmal Probeessen angesagt. Keine leichte Aufgabe bei bis zu 50 unterschiedlichen Mahlzeiten – auch wenn natürlich nicht jedes Gericht komplett verzehrt werden muss. „Wir möchten unseren Gästen nichts anbieten, was wir nicht selbst für gut befunden haben“, sagt Philipp Haversath. „Grundsätzlich aber legen wir Wert auf frische, regionale Produkte und ein Angebot, bei dem möglichst alle etwas nach ihrem Geschmack finden.“ 

Kürzlich wurden Passagiere und Besatzung eines Eurowings-Fluges nach Miami selbst zu „Restaurant-Testern“. Im Rahmen einer Bordumfrage durften sie saftige Burger und würziges Craft-Bier genießen und hinterher ihr Urteil abgeben. „So etwas über den Wolken haben wir noch nie erlebt“, waren sich die Gäste einig und fanden die Idee „ungewöhnlich“ und „einfach cool“. „Mein Team und ich sind sehr stolz darauf, unseren Kunden Produkte wie diese und in Zukunft noch viele weitere an Bord anbieten zu können“, so der Eurowings-Teamleiter Product & Catering. „Der Test hat uns nicht nur angespornt, ähnliche Aktionen zu wiederholen, sondern auch im Dialog mit unseren Gästen immer wieder neue Formen des Caterings zu entwickeln.

“Gute Reise, gutes Essen – das ist der perfekte Start in den Urlaub, der schon zu Hause beginnen kann. Schon bei der Buchung können Reisende ihr Menü aussuchen und bestellen. Für Gäste, die den BEST-Tarif gebucht haben, ist die freie Essenauswahl bereits im Preis enthalten, im SMART-Tarif gehört ein Essen ebenfalls dazu. Wer schon im Vorfeld bezahlen möchte, erhält bei Bestellung bis 72 Stunden vor Abflug eine Preisermäßigung auf das Angebot. „Aber auch, wer zum Beispiel wegen einer Allergie oder einer Unverträglichkeit besondere Essenswünsche hat, soll sich rechtzeitig vor seiner Reise mit uns in Verbindung setzen“, rät Haversath.

Neu auf einigen Strecken ist die BIZ-class. Hier gibt es saisonal wechselnde Menüs mit mehreren Gängen, serviert auf Porzellangeschirr. So wie auf unserem Flug EW 170 kommen unsere Gäste natürlich auch auf den anderen Langstreckenflügen auf ihre Kosten – ob in die Karibik oder nach Südafrika, in die USA oder nach Fernost. Guten Appetit!